Nordrhein-Westfalen im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU: Zusammenfassung der Beteiligung (Stand: März 2010)
Die Beteiligung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft aus Nordrhein-Westfalen am 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (7. FRP, Laufzeit 2007 bis 2013) wurde im Auftrag der Landesregierung im Juli 2010 evaluiert und zusammengefasst. Als Datenbasis diente die ECORDA-Datenbank des 7. FRP. Die Zusammenfassung berücksichtigt Projekte mit Vertragsabschluss bis Ende März 2010.
NRW im 7. FRP
Insgesamt gehen 17,8% der von deutschen Akteuren eingeworbenen 2,06 Mrd. € Fördermittel des 7. FRP nach Nordrhein-Westfalen. Es fließen insgesamt 2,9% der gesamteuropäischen Mittel des Rahmenprogramms ins Land.
In Nordrhein-Westfalen sind 1.034 Projektbeteiligungen und eine EU-Fördersumme von 366 Mio. € eingeworben worden. 36% der Projektbeteiligungen entfallen auf die Hochschulen, womit diese im Vergleich mit der Wirtschaft und den Forschungseinrichtungen am erfolgreichsten abschneiden. In 161 Fällen übernehmen NRW-Akteure die Rolle des Koordinators (siehe Abbildung 1). Auch in Bezug auf die Anzahl der Projektkoordinationen stellen die Hochschulen mit 43% der Koordinationen die höchste Anzahl. NRW-Hochschulen sind an 307 Projekten als Partner beteiligt und koordinieren 70 Projekte. Die Industriebeteiligungen insgesamt liegen bei 317, wobei 25 Projekte von Unternehmen koordiniert werden.
Abbildung 1: Projektbeteiligungen und -koordinationen in NRW
Hohe Auflösung
Die eingeworbenen Projekte und Projektmittel verteilen sich unterschiedlich auf die vier Spezifischen Programme des Rahmenprogramms:
- Zusamenarbeit (Fördersumme von 278 Mio. € mit 753 Projektbeteiligungen)
- Menschen (Fördersumme von 34 Mio. € mit 97 Projektbeteiligungen)
- Kapaziäten (Fördersumme von 28 Mio. € mit 149 Projektbeteiligungen)
- Ideen (Fördersumme von 24 Mio. € mit 21 Projektbeteiligungen)
NRW im Spezifischen Programm Zusammenarbeit
Im Spezifischen Programm Zusammenarbeit, das mit einem Budget von mehr als 30 Mrd. € das bedeutendste Teilprogramm im 7. FRP darstellt, sind Akteure aus Nordrhein-Westfalen mit 753 Projektbeteiligungen und mit einer Gesamtsumme von 278 Mio. € beteiligt. Abbildung 2 zeigt das Abschneiden in den Themenbereichen dieses Spezifischen Programms. Die meisten Mittel wurden im Thema Informations- und Kommunikationstechnologien akquiriert. Hier konnten 112 Mio. € von 2,8 Mrd. € Fördersumme nach Nordrhein-Westfalen geholt werden. Im Thema Nanowissenschaften, neue Materialien und Produktionstechnologien konnten Projekte mit einer Fördersumme von 54,4 Mio. € bei einer ausgeschütteten Summe von rund 1 Mrd. € gewonnen werden.
Abbildung 2: NRW-Beteiligung im Spezifischen Programm Zusammenarbeit
nach Höhe der Förderumme
Hohe Auflösung
Die in NRW eingeworbenen Projektmittel je Thema stehen natürlich im Verhältnis zu der Summe der bisher ausgeschütteten Fördergelder pro Thema. Da für NMP insgesamt weniger Geld ausgeschüttet wurde als für IKT, ergibt sich bei dieser Betrachtung eine andere Rangfolge:
- Nanowissenschaften, neue Materialien und Produktionstechnologien mit 5,3%
- Informations- und Kommunikationstechnologien mit 4,01%
- Energie mit 3,1%
- Logistik- und Verkehrsforschung mit 2,91%
NRW im Ländervergleich
Im Vergleich der deutschen Bundesländer (Abbildung 3) liegt Nordrhein-Westfalen zusammen mit Bayern und Baden-Württemberg auf einem Spitzenplatz.
Abbildung 3: Vergleich der Beteiligungen der Bundesländer im 7.FRP
Hohe Auflösung
Im Vergleich der Projektbeteiligung der Bundesländer am 7. Forschungsrahmenprogramm liegt Nordrhein-Westfalen hinter Baden-Württemberg und vor Bayern auf dem zweiten Platz. Betrachtet man die Anzahl der Koordinationen in den Projekten, belegt NRW mit 161 Koordinationen ebenfalls den zweiten Platz. Nach der Höhe der Fördersumme liegt NRW mit rund 366 Mio. € auf dem dritten Platz. Die drei Bundesländer haben bisher gemeinsam 57% aller EU-Mittel erhalten, die aus dem 7. FRP nach Deutschland geflossen sind.
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